Wirtschaft
Wir Freie Demokraten in Bad Vilbel werden uns dafür einsetzen, Gewerbe, Handwerk und Handel zu stärken.
Die Standortvorteile sind klar: Mit der zentralen Lage und Nähe zur Metropolregion Frankfurt a.M. ist Bad Vilbel die Schnittstelle zur ländlichen Wachstumsregion Wetterau. Mit der hervorragende Verkehrsanbindung inklusive internationalem Flughafen, stabiler Energieversorgung, einem der weltweit größten Internetknoten DE-CIX, einer hohen Kaufkraft der Einwohner, der Europäischen Schule Rhein Main, dem niedrigsten Gewerbesteuersatz der Region und große verfügbare Gewerbeflächen machen Bad Vilbel zum idealen Standort für digitale Schlüsseltechnologien in den Bereichen Gesundheit und Finanzen. Unsere stärksten Branchen sind heute Pharma- und Gesundheitsindustrie sowie
Getränkeproduktion, wie auch Einzelhandel, Handwerk und industrielle Fertigung. Darauf bauen wir auf.
Wir setzen auf Technologieoffenheit, wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeit, um Bad Vilbel im Rhein-Main-Gebiet und die Wirtschaftsregion Wetterau weiter voranzubringen und fit für den internationalen Wettbewerb zu machen.
Wir Freien Demokratinnen und Demokraten setzen uns für Bad Vilbel ein:
Unternehmerisch denken und handeln
Mit einer Agenda für die Mutigen fördern wir Gründergeist und Unternehmertum und etablieren eine lebendige Gründerkultur in Bad Vilbel. Denn wer Arbeitsplätze schaffen will, braucht Menschen, die Initiative ergreifen und bereit sind, für Erfolg auch ein Risiko einzugehen. Wir wollen dafür sorgen, dass gute Beispiele sichtbar werden. Dafür gibt es unser Format „FDP vor Ort“, das Unternehmern und ihren Ideen, guten Beispielen lokaler Wirtschaftsentwicklung und der Wissenschaft regelmäßig Gehör verschafft. Wir wollen ein Umfeld schaffen, das Mut macht, selbständig Geld zu verdienen und die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Das schließt handwerkliche Gründungen genauso ein wie innovative IT-Geschäftsideen. Zugleich wollen wir den Generationswechsel in kleinen und mittleren Unternehmen insb. im Handwerk so schnell, kostengünstig und bürokratiearm wie möglich gestalten. In Zeiten von KI hat das Handwerk Zukunft, wie nie zuvor. Damit sprechen wir gezielt junge Menschen an, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen.
Existenzgründung erleichtern und fördern
Die Zukunft der deutschen Wirtschaft heißt Innovation. Hierfür brauchen wir frische Ideen, die sich im Wettbewerb behaupten. Unternehmensgründungen und Start-ups gehören in den Mittelpunkt einer lokalen Wirtschaftspolitik einer Wachstumsregion. Wir wollen alle kommunalen Genehmigungsprozesse auf ihre Notwendigkeit hinterfragen. Um schnelle Geschäftsfähigkeit zu garantieren, brauchen wir einen digitalen One-Stop-Shop. Denn junge Unternehmer sollten sich auf ihr Geschäft konzentrieren können, statt sich mit unnötigem Papierkram aufhalten zu müssen. Unternehmensgründungen müssen vollständig digital und innerhalb von 24 Stunden möglich sein. Wir setzen uns für Co-Working-Spaces, vom Stadtmarketing organisierte Pop-up Stores sowie ein kommunales Gründerzentrum ein, dass Gründer zu Landes- und Bundesprogrammen (z. B. Hessen-Mikrodarlehen, EXIST, KfW) leitet.
Wir prüfen geeignete unter ausgelastete kommunale Flächen für Incubatoren, bspw. im Kurhaus, das historische Rathaus, die Alte Mühle mit Nebengebäuden, die Zehntscheune oder die im Bau befindlichen Theaterwerkstätten als Raum für Tech-Gründer, Kreativwirtschaft und Jungunternehmen befristet bereitgestellt werden. Auch gemeinschaftliche Werkstätten („Maker Spaces“) dürfen nicht fehlen, damit auch (Kunst)Handwerk eine Chance hat.
Außerdem wollen wir den Transfer aus unserem Wissenschaftssystem in Form von Ausgründungen stärken. Ein Erfolgsfaktor hierfür sind Netzwerke mit Universitäten in Darmstadt, Frankfurt und Friedberg, wie die Außenstelle der Technische Hochschule Mittelhessen (THM) für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Bad Vilbel und den betrieblichen Ausbildungsstätten, zwischen Bildung, existierenden Mentoring und Business Angel. Daher streben wir ein regionales Netzwerk in Kooperation mit erfolgreichen Existenzgründungszentren in der Region an. Erste Existenzgründungen gibt es bereits im Bereich Gesundheits-Technologie in Bad Vilbel. Lasst uns diesen Trend gezielt unterstützen und verstärken.
Digitalisierung schafft zukunftsorientierte Arbeitsplätze 4.0
Auch die Infrastruktur für die Digitalisierung und Informationssicherheit aller Lebensbereiche braucht Flächen. Gerade in einer Zeit von Cloud-Computing und Künstlicher Intelligenz sind Rechenzentren eine unverzichtbare Grundlage für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit. Die Anpassung des Bebauungsplans „Im Schleid“, der die Ansiedlung eines großen Data Centers in der Stadt dient, ist ein Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung und digitale Zukunft der Region. Denn moderne Rechenzentren sind die Kraftwerke des 21. Jahr- hunderts. Sie sichern die digitale Infrastruktur und Rechenleistung, schaffen hochwertige Arbeitsplätze und machen Deutschland fit für die Arbeitswelt 4.0. Die Ansiedlung des Data Center Campus zeigt: Bad Vilbel ist als Mittelzentrum bereit für Innovation.
Internationale Fachkräfte Migration und Ankommen in Bad Vilbel erleichtern
Dass Deutschland mehr qualifizierte Menschen im Arbeitsmarkt braucht, ist offensichtlich, nicht zuletzt mit Blick auf die Rente. Immer weniger Arbeitnehmer müssten sonst für immer mehr Rentner aufkommen. In einigen Branchen sind Fachkräfte besonders knapp, wie in der IT und der technischen Fertigung, im Pflege- und Gesundheitsbereich. Auch Erzieher und Erzieherinnen haben bei uns gute Chancen, wie die Kitas in Bad Vilbel bewiesen haben. Daher ist eine gezielte Einwanderung auf den Arbeitsmarkt unumgänglich. Doch ein Arbeitsvisum zu erhalten und die Anerkennung von Abschlüssen zu erwirken, dauert oft Monate oder Jahre. Hier kann das Welcome Center Hessen unterstützen, mit Workshops, Stammtische und Beratung „Make it in Hessen“. Wir unterstützen Unternehmen in Bad Vilbel dabei, erfolgreich zu wirtschaften, und setzen uns dafür ein, dass Stadtverwaltung ihre neuen Einwohner und Arbeitnehmer willkommen heißt und ein mehrsprachiges Starter-Set bietet, mit Hinweisen zur Wohnungssuche und Umzug, Steuern und Sozialsystem, ÖPNV und den Angeboten der Stadt inklusive privater Einrichtungen und Vereinen. Auch für ehrenamtliche Lotsen, Bad Vilbeler mit entsprechenden Sprachkenntnissen, wie bspw. unsere Stadtführungen, wollen wir werben, die Neuankömmlingen ihre Lieblingsplätze in Bad Vilbel zeigen und mit Rat und Tat in der Orientierungsphase zur Seite stehen. Die hohe Wohnqualität mit grüner Landschaft und attraktiver Innenstadt, Kulturangeboten, vielfältiger Gastronomie und einem breiten Angebot an Freizeitaktivitäten, sind strategische Faktoren beim Recruiting. Daher schlagen wir unseren Unternehmen vor, in Mitarbeiterwohnungen zu investieren, die das Ankommen für internationale Fachkräfte ggf. vorübergehend erleichtern oder auch Mitarbeitenden mit zu geringerem Einkommen, um sich das lokale Mietniveau leisten zu können, Wohn- und Fahrtkosten im Rahmen hält. Hierfür sollen neue Flächen identifiziert und ausgewiesen werden.
Aufgaben des Standortmarketing weiter ausbauen
In vielen Städten schließen Traditionsläden für immer. Ladensterben ist erkennbar am gehäuften Mieterwechsel sowie Leerstand. Ohne Einkaufsmöglichkeiten verlieren Innenstädte ihre Attraktivität für Einwohner, Gäste und Investoren. Auch schon vor der Corona-Pandemie hatte der Einzelhandel mit der Konkurrenz durch den Online-Handel zu kämpfen. Aus diesem Grund haben wir dafür eingesetzt, unsere Stadt mit einem neuen personell und professionell gestärkten Stadtmarketing besser zu positionieren. Ziel ist dafür zu sorgen, dass die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt mit diversen Angeboten, Einkaufen, Events und Gastro verbessert wird. Dies motiviert die Menschen, länger in der Innenstadt zu verweilen, um dort einzukaufen, einzukehren und zu genießen. Unser Duo für Stadt- und Citymanagement hatte einen guten Start.
Aktuell hat das Stadtmarketing einen starken Fokus auf Tourismus und im Internet mit einem Büro einen starken Auftritt unter der Marke VILTour. Wir sind der Meinung, dass der Fokus des Stadtmarketings stärker auf Ansiedlung neuer Unternehmen, Start-ups und der Vermarktung der vorhandenen Gewerbegebiete nach einem angestrebten Profil liegen sollte, wie bspw. dem Gewerbegebiet Phyll. Das Konzept Phyll in der Stadtentwicklung Bad Vilbels zielt darauf ab, ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Quartier zu schaffen, das Wohnen, Arbeiten, Gastronomie, Einzelhandel und Forschung miteinander vereint. Es soll ein Zero-Carbon-Quartier entstehen, das höchsten ökologischen Standards entspricht und gleichzeitig hohe Lebensqualität bietet. Die Realisierung dieses Quartiers wäre ein Aushängeschild einer nachhaltigen Stadtentwicklung hinzu einem zukunftsfähigen und weltoffenen Bad Vilbel.
Die lokale Wirtschaftsförderung ist erfolgreich, wenn sie regional und in Netzwerken agiert. Auch die Wirtschaftsförderung im Wetteraukreis soll aktiver werden: Als zentraler Ansprechpartner für unsere Kommunen, Unternehmen, Investoren und Gründer, mit klaren Prozessen, zügigen Entscheidungen und einem Fokus auf strategischer Ansiedlungspolitik ist sie ein wichtiger strategischer Partner für das Stadtmarketing Bad Vilbel.
Gezielte Ansiedlung von Einzelhandel, Produktion und Handwerk
Wir bleiben dabei, dass unsere Stadt mit ihren günstigen Gewerbesteuersatz auch in Zukunft einen starken Anreiz für Unternehmen bietet, sich hier in Bad Vilbel anzusiedeln. Gerade wegen der Langfristigkeit von Investitionsentscheidungen ist es für Unternehmen wichtig, dass wir als verlässlicher politischer Partner gesehen werden und unbürokratisch Ansiedlungen unterstützen. Wir wollen mehr Gewerbeflächen schaffen. Gerade kleine und mittelständische Betriebe benötigen moderne, effiziente Flächen, um wirtschaftlich und wettbewerbsfähig arbeiten zu können. Handwerkerzentren in unserer Stadt sind ein Signal. Wir setzen uns dafür ein, dass neue Gewerbegebiete erschlossen und vorhandene brachliegende Gewerbeflächen entwickelt werden. Das ist unser Angebot an heimische Gewerbebetriebe wie auch an innovative Unternehmen z.B. aus High-Tech-Branchen, denen wir in Bad Vilbel eine neue Basis und Heimat geben wollen. Gerade diese Betriebe schaffen hochwertige Arbeitsplätze und stärken das Gewerbesteueraufkommen.
Vernetzte Angebote zur weiteren Belebung der Innenstadt
Wir Freie Demokraten wollen die Gründung einer Task-Force, bestehend aus Gewerbering, Kultur, lokaler Gastronomie, Politik sowie heimischen Wirtschaftsverbänden auf den Weg bringen. Ziel ist es, durch vernetzte Angebote die Attraktivität der Innenstadt zu steigern und dadurch künftige Besucher von Therme und Kongresszentrum zu einem Besuch der Innenstadt anzuregen. Besonders die Kombination von Angeboten aus der Neuen Mitte, Brunnencenter, Therme und Kongresszentrum mit Vilbus, Shopping-connect und Parkkonzept – einmal parken, die ganze Stadt erleben – macht die Stadt für Besucher erst richtig interessant.
Aus diesem Grund ist es notwendig, unsere Stadt mit einem neuen Stadtmarketing besser zu positionieren. Hierzu muss das Stadtmarketing in Bad Vilbel in professionelle Hände gelegt werden. Wir halten es für erforderlich, dass das Stadtmarketing personell gestärkt, die Aufgaben definiert und die politische Unterstützung gesichert wird. Das Stadtmarketing muss neu ausgerichtet und fit für die Post-Corona-Zeit gemacht werden.
Wir können und müssen dafür sorgen, dass die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt verbessert wird. Dies motiviert die Menschen, länger in der Innenstadt zu verweilen, um dort einzukaufen, einzukehren und zu entspannen. Hier gibt es zahlreiche Konzepte für Verkehr, Innenstadtentwicklung und Freizeitgestaltung.
Dies anzugehen hat für uns höchste Priorität, denn ein Großteil der Gewerbetreibenden steht mit dem Rücken zur Wand.
