Vandalismus im Wald und an Rückegeräten ist untragbar

03.03.2021

Form der Kritik hat die Grenzen des Aushaltbaren deutlich überschritten

In letzter Zeit gab es öffentliche Kritik in der Presse an der Waldbewirtschaftung im Bad Vilbeler Wald. Insbesondere die Höhe des Holzeinschlags stand im Fokus. Nun hat sich diese schriftliche Kritik in Vandalismus an Ort und Stelle verwandelt.

Mit weißer Sprühfarbe wurde „Rettet den Wald“ auf Teerwege im Stadtwald gesprüht. Außerdem wurden Scheiben und Motorhaube des Rückeschleppers, der Holzstämme aus den Waldbeständen zieht, mit Farbe beschmiert. Am Donnerstagnachmittag wurde eine Scheibe des Rückeschleppers zerschlagen.

Der zuständige Förster des Forstamts Nidda, Eckhard Richter, weist darauf hin, dass der Rückeunternehmer im Auftrag des Waldbesitzers Stadt Bad Vilbel tätig ist. In diesem Winter wurden nur Kalamitätsbäume gefällt, also Bäume, die durch die Dürre der letzten drei Jahre geschädigt wurden und absterbend sind. An Wegen müssen diese Bäume gefällt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und zu verhindern, dass Personen durch herabfallende Äste zu Schaden kommen

Das Forstamt ist froh, dass Unternehmer bereit sind, unter den schwierigen Bedingungen eines stark frequentierten Erholungswaldes zu arbeiten.

Aktuell sind tote Fichten gefällt worden, die nach dem Befall von Borkenkäfern und aufgrund der Dürre abgestorben waren. Sie werden zurzeit aus dem Wald gerückt und auf Holzpolter für den Abtransport ins Sägewerk abgelegt. Die Fichten lagen in einem Bereich, wo Mountainbiker die Hänge hinunterfahren.

Der Waldweg, der am Südrand des Bad Vilbeler Waldes verläuft, wurde durch Schilder für Radfahrer gesperrt. Auch hier gab es unschöne Vorfälle, die ebenfalls als mutwillige Zerstörung bezeichnet werden müssen: Die Schilder wurden aus ihren Verankerungen gerissen und müssen nun aufwändig wieder aufgestellt werden.

In einem stark vom Erholungsverkehr genutzten Wald ist es besonders wichtig, dass alle Waldbesucher gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen. Keineswegs kann es toleriert werden, dass Sachbeschädigungen erfolgen.

Sowohl die Stadt Bad Vilbel, als auch HessenForst und der beauftragte Rückeunternehmer stellen sich jedweder konstruktiven Kritik und stehen für einen Dialog zur Verfügung. Wenn diese Kritik jedoch in Vandalismus mündet, sind die Grenzen des Aushaltbaren deutlich überschritten. Solche Ereignisse sind untragbar und verlassen den Raum eines demokratischen Diskurses.