Neue Denkmalsensation in Bad Vilbel

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Bauverschiebung der Therme erklärt

Bald zweihundert Jahre nach dem Fund der Bad Vilbeler Thermenanlage beim Bau der Main-Weser-Bahn in der Nähe des heutigen Südbahnhofs bahnt sich eine neue provinzialarchäologische Sensation an. Auf dem Baugelände der projektierten Therme der ehemaligen Wundgruppe sind Archäologen der Universität in Frankfurt unterwegs, um Bodenuntersuchungen vorzunehmen. Man vermutete nämlich, dass zwischen dem Bad Vilbeler Schulzentrum und der B 3 eine römische Kleinstadt, ein oppidum rusticum, begraben liegt, das freigelegt werden soll. Die Voruntersuchung hat schon wie mitgeteilt vor vier Jahren begonnen.

Jetzt weiß man auch, wieso der Baubeginn der geplanten Therme immer wieder verschoben werden musste. Die Ausgrabung wichtiger historischer Stätten hat aufgrund eindeutiger gesetzlicher Bestimmungen Vorrang. Dem fügten sich selbstverständlich Bauherr und Stadt, auch wenn damit gerade Hallen- und Kommunalbad zum Leidwesen der Bürger zurückstehen mussten.

Nun jedoch ist es soweit. Es gibt die große Sicherheit, dass unter der Bad Vilbeler Erde eine römische Stadt begraben liegt, die in den nächsten Monaten und Jahren ans Licht des Bad Vilbeler Lebens gehoben werden soll.

Was damit dann geschieht, ist noch nicht geklärt. Ob es ein römischer Park nach Vorbild des Saalburgmuseums zum Beispiel oder eine klassische antike Thermenlandschaft werden soll, ist noch völlig offen. Die Thermenplanung der ehemaligen Wundgruppe dürfte damit in Gänze der Vergangenheit angehören.

Jedenfalls soll das neue Projekt mit einer kleinen römischen Orgie durch die Stadt am 1.4.26 um 16 Uhr auf dem Gelände der Ausgrabung begangen werden. Durch Bürgermeister Wysocki ist die gesamte Bevölkerung eingeladen, das besondere Ereignis für Hessen, wenn nicht die gesamte Bundesrepublik, zu begehen.


April! April!