FDP Bad Vilbel fordert Aufklärung zur wirtschaftlichen Situation der Vilco
Die FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Bad Vilbel hat eine umfangreiche Anfrage an den Magistrat gerichtet, um Klarheit über Auslastung, wirtschaftliches Ergebnis und Vermietungspraxis der Vilco zu erhalten.
„Wir wollen wissen, wie es um die Vilco wirklich steht – und zwar mit belastbaren Zahlen, nicht mit Sonntagsreden“, erklärt Felix Diemerling, der die Anfrage im Namen der FDP-Fraktion gestellt hat. „Seit der Eröffnung häufen sich Hinweise, dass die Auslastung hinter den Erwartungen zurückbleibt. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ihre Steuergelder eingesetzt werden.“
Konkret fragt die FDP unter anderem nach der Auslastung und dem wirtschaftlichen Ergebnis der Vilco seit Eröffnung, aufgeschlüsselt nach Jahren, sowie nach der Organisation der Vermietung. Auch die Anzahl der Anfragen im Verhältnis zu tatsächlichen Vermietungen, die Gründe für Absagen sowie mögliche Sonderkonditionen für lokale Vereine stehen im Fokus. Nicht zuletzt will die Fraktion wissen, welche konkreten Maßnahmen der Magistrat plant, um die Auslastung zu verbessern und das Defizit zu verringern.
Hintergrund: Position der FDP laut Kommunalwahlprogramm 2026
Die Anfrage steht im Zusammenhang mit der im Wahlprogramm der FDPzur Kommunalwahl 2026 formulierten Position der Freien Demokraten Bad Vilbel. Dort heißt es, dass die Auslastung und tatsächliche Nutzung der Vilco (Firmenevents, Messen, Kongresse) hinter den Erwartungen zurückbleibt und derzeit weder Ausgaben noch Einnahmen der Einrichtung klar zugeordnet werden können.
Die FDP schlägt laut Wahlprogramm vor, das Nutzungskonzept durch eine Ausweitung der Zielgruppen, flexiblere Nutzung, smarte Preisgestaltung und stärkeres Marketing nachhaltig weiterzuentwickeln. Denkbar seien zudem ein Mix aus Business-, Kultur- und Stadtveranstaltungen sowie innovative Konzepte wie Co-Working-Spaces, VilArt-Kunstausstellungen oder eine Programmerweiterung um Winterfestspiele und internationale Gastspiele. Verträge sollten, falls notwendig, neu verhandelt werden.
„Ein Subventionsbetrieb wie das Hallenbad kann nicht das Finanzloch der Vilco stopfen“, so Diemerling weiter. „Wir sehen alle Akteure – Stadt, Betreiber und Politik – in der Verantwortung, gemeinsam ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. Dafür brauchen wir aber zunächst vollständige Transparenz über die tatsächliche wirtschaftliche Lage.“
Die FDP-Fraktion erwartet zeitnah eine umfassende Beantwortung der Anfrage durch den Magistrat und wird die Ergebnisse öffentlich machen.
