FDP: Burgfestspiele verdienen dieselbe Bundesförderung wie Grimm-Festspiele

FDP Bad Vilbel fordert Bundesförderung für die Burgfestspiele
Bad Vilbel, 26. November 2025 – Nachdem der Wetterauer FDP-Parteichef Jörg-Uwe Hahn bereits öffentlich die beiden Wetterauer Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD aufgerufen hat, sich in Berlin für eine Förderung der Burgfestspiele nach dem Vorbild der Brüder Grimm Festspiele in Hanau einzusetzen, untermauert nun die FDP-Fraktion in der Bad Vilbeler Stadtverordnetenversammlung dieses Anliegen mit einem Antrag. In der Sitzung am 16. Dezember soll das Stadtparlament den Magistrat beauftragen, Bundesmittel für die Burgfestspiele zu beantragen.
Die Förderung soll eine institutionelle Unterstützung der laufenden Festspielstruktur ermöglichen – darunter Betriebskosten, künstlerisches Programm sowie Maßnahmen zur Publikumserweiterung. Innerhalb von drei Monaten soll ein vollständiger Fördervorschlag erarbeitet werden, inklusive Finanzierungsplan, Zeit- und Meilensteinplan sowie strategischer Begründung. „Die Burgfestspiele gehören zu den erfolgreichsten Kulturereignissen in der Region. Mit über 114.000 Gästen im Jahr 2025 sind wir auf Augenhöhe mit Festspielen, die längst Bundesmittel erhalten. Es ist daher nur folgerichtig, dass Bad Vilbel jetzt ebenfalls diese Chancen nutzt“, erklärt Hahn das liberale Anliegen.
Vergleiche mit Hanau und Bad Hersfeld zeigen, dass Städte mit ähnlichen Besucherzahlen erhebliche Bundesförderungen erhalten, stellte die Vorsitzende der FDP-Stadtverordnetenfraktion Anja Nina Kramer fest. Die Bad Hersfelder Festspiele erreichten 101.687 Besucherinnen und Besucher bei einem Gesamtetat von rund 8,6 Millionen Euro, davon etwa 2,7 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln. Die FDP sieht in den starken Besucherzahlen der Burgfestspiele einen klaren Auftrag, weitere Finanzierungsquellen zu erschließen, um den städtischen Haushalt zu entlasten und gleichzeitig kulturelle Qualität langfristig zu sichern und auszubauen.
Künftig sollen die Burgfestspiele außerdem regelmäßig evaluiert werden. Vorgesehen ist eine jährliche Auswertung von Besucherzahlen, Auslastung, Wirtschaftseffekt für die Stadt Bad Vilbel sowie laufenden Kosten und Einnahmen einschließlich möglicher Fördermittel. Die Ergebnisse sollen der Stadtverordnetenversammlung berichtet und öffentlich gemacht werden. „Wir möchten Kultur nicht nur erhalten, sondern weiterentwickeln – und das ohne zusätzliche Belastung für die städtischen Finanzen. Bundesmittel können helfen, die Erfolgsgeschichte der Burgfestspiele nachhaltig fortzuschreiben“, ergänzte Kramer.
Die FDP ist überzeugt, dass eine Bundesförderung ein wichtiger Schritt ist, um Bad Vilbels kulturelles Aushängeschild weiterzuentwickeln und dessen große Bedeutung für Stadt und Region sichtbar zu stärken.
