Klimaschutzmanager der Stadt Bad Vilbel mit Schwerpunkt private Immobilien

Klimabeauftragter in Bad Vilbel soll sich erst einmal mit den städtischen Liegenschaften beschäftigen – FDP für HVO 100

Die heimische FDP ist überrascht, dass der neue Klimaschutzmanager der Stadt Bad Vilbel seinen ersten Schwerpunkt auf die energetische Überprüfung privater Immobilien legen möchte. Dies geht aus seiner ersten Vorstellung durch den Magistrat der Stadt Bad Vilbel hervor.

„Diese Stelle wird durch Bundesmittel finanziert mit dem Ziel, dass in jeder Kommune ein Fahrplan für ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt wird. Dieses wäre zum Beispiel notwendig geworden, wenn das Heizungsgesetz nicht völlig verändert worden wäre“, so der Vorsitzende der FDP in Bad Vilbel, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn. Zu diesem IKSK gehörten natürlich in erster Linie alle kommunalen Immobilien – vom Rathaus über sportliche und kulturelle Einrichtungen bis hin zu den Flüchtlingsunterkünften.

„Wir Liberale gehen davon aus, dass diese Immobilien die erste vollständige Aufmerksamkeit des neuen Klimaschutzmanagers finden müssen. Hier liegt ein sehr hohes Potenzial, und die Stadt darf nicht in die Rechte der Eigentümer eingreifen. Beratung ist sicherlich gut, aber mit einem technischen Gerät die Thermographie jedes einzelnen Privathauses zu kontrollieren, geht viel zu weit. Der Manager muss wohl ausdrücklich auf das bestehende Betretungsverbot hingewiesen werden“, so der FDP-Chef weiter, auch aus seinen Erfahrungen als hessischer Justizminister.

Man werde das Thema in den städtischen Gremien als FDP natürlich problematisieren. Allein das Wort „aufsuchende Energieberatung“ zeige einen belehrenden Geist, der in Bad Vilbel vollkommen unangebracht sei. Wolle die Stadt nun psychologischen Druck auf die Bürger ausüben, werde die FDP dagegen Front machen. Hoffentlich könnten die Eigentümer die notwendigen Kosten für eine energetische Sanierung ihres Gebäudes überhaupt aufbringen. „Oder wird es in Bad Vilbel bald einen millionenschweren Fonds durch die Stadt geben, um diese Kosten zu finanzieren?“, so die abschließende Frage von Hahn.

Zudem geht die FDP Bad Vilbel weiterhin davon aus, dass die Verwendung von HVO 100, einem synthetischen Dieselkraftstoff aus biologischen Rest- und Abfallstoffen, eine effektive CO₂-Einsparung bedeuten würde, da lediglich der Kraftstoff getauscht werden müsste. Die dieselbetriebenen Fahrzeuge des städtischen Fuhrparks, einschließlich Bauhof und Feuerwehr, könnten ohne Zeitverzug und ohne Umbauten oder Neuanschaffungen ihren CO₂-Fußabdruck um 90 Prozent reduzieren.

„Wir Freie Demokraten wollen die Klimaziele pragmatisch und effizient umsetzen, ohne die Bürger zu bevormunden. Das ist auch Aufgabe des neuen Managers“, so der in Massenheim wohnende Fachmann Andreas Bauditz. Er hat bereits Gespräche mit dem Bürgermeister und anderen geführt.