FDP Bad Vilbel trauert um Staatsministerin Ruth Wagner
Hahn: „Ruth Wagner hat sich intensiv für die Kultur in Bad Vilbel eingesetzt“
Die heimischen Liberalen trauern um die verstorbene hessische Staatsministerin für Kunst und Kultur und langjährige Spitzenpolitikerin der Freien Demokraten Ruth Wagner. Sie war nach längerer Krankheit am 28.12.25 verstorben.
„Ruth Wagner war mit Leib und Seele eine überzeugte Liberale; die parlamentarische Demokratie war ihr besonders wichtig. Kunst und Kultur waren für sie ein Teil der Bildung und Entfaltung, an der jeder Bürger teilnehmen konnte. Kultur war keine Sonntagsgabe, sondern das tägliche Brot“, so der FDP-Parteivorsitzende Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn.
Hahn war in ihrer unmittelbaren Nähe, als im Jahre 2000 die noch junge Koalition aus CDU und FDP in Hessen wegen des CDU-Parteispendenskandals fast auseinandergebrochen war. „Als Landesvorsitzende hat sie sich nicht von ihrem Kurs abbringen lassen; sie war überzeugt, dass diese bürgerliche Koalition für Hessen auch im Bereich der Bildungspolitik das einzig Richtige sei. Als Fraktionsvorsitzender konnte ich mit Ruth Wagner viele positive Entscheidungen treffen; sie war mir gegenüber immer eine überzeugende Teamplayerin“, bezieht sich Hahn auch auf die sehr turbulente Zeit für die hessische FDP.
Die heimischen Liberalen erinnern auch gerne an die Unterstützung, die die Bad Vilbeler Kulturlandschaft durch Ruth Wagner erfahren hatte. Im Oktober 2014 traf sie sich mit Jörg-Uwe Hahn und dem Leiter des Fachbereichs Kultur, Claus-Günther Kunzmann. Zu diesem Zeitpunkt war sie Vorsitzende des Kuratoriums des Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main und hat die Stadt Bad Vilbel bei der Aufnahme in den Fonds maßgeblich unterstützt. Auch bei der Landesförderung der Burgfestspiele war sie – wenn auch bewusst im Hintergrund – beteiligt.
Ruth Wagner war über viele Jahre eine positive und aufmerksame Begleiterin der Burgfestspiele. „Gerne erinnere ich mich an ihren Spaß, als während einer laufenden Aufführung der ehemalige Bürgermeister Günther Biwer aus dem Bühnenfenster grüßte“, so Hahn. Gerne und intensiv hat sie uns bei den Überlegungen zur neuen Bibliotheksbrücke unterstützt. „Alles hat den Bürgern bessere Möglichkeiten zur kulturellen Weiterentwicklung gegeben“, ist das positive Fazit für den FDP-Parteichef Hahn.
Ruth Wagner (links) und Jörg-Uwe Hahn (rechts) mit ihrem Nachfolger als FDP-Landesvorsitzendem Stefan Ruppert.
